Multiples Myelom: Glossar
Multiples Myelom: Glossar

Allogene Stammzelltransplantation
Bei der allogenen Stammzelltransplantation werden Stammzellen aus dem Knochenmark eines Fremdspenders nach einer Hochdosis-Chemotherapie mittels einer Infusion übertragen.

 

Antikörper
Antikörper, auch Immunglobuline genannt, sind von den Plasmazellen des Immunsystem gebildete Eiweißmoleküle zur Bekämpfung von Krankheitserregern und anderen Fremdstoffen im Körper. Antikörper binden an deren Oberfläche und markieren sie dadurch für die Bekämpfung durch weitere Zellen des Immunsystems.

 

Autologe Stammzelltransplantation
Bei der autologen Stammzelltransplantation werden körpereigene Stammzellen des Patienten, die ihm vor der Hochdosis-Chemotherapie entnommen wurden, anschließend durch eine Infusion wieder zurück übertragen.

 

Computertomographie
Die Computertomographie (CT) ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, bei der detailliertere Bilder des Körpers aufgenommen werden, als bei einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung. Bei der CT werden computergesteuert einzelne Schichten des Körpers und der inneren Organe sichtbar gemacht. Die CT kommt sowohl bei der Krebsdiagnose als auch bei der Verlaufskontrolle während der Therapie zum Einsatz.

 

Kernspintomographie
Die Kernspintomographie (auch Magnetresonanztomographie, kurz MRT genannt) ist ein bildgebendes Untersuchungsverfahren bei der unter Einsatz starker Magnetfelder und eines Computers, Schnittbilder des Körpers erstellt werden können. MRT-Bilder enthalten im Vergleich zu Röntgenaufnahmen viel mehr Details, weshalb krankhaft veränderte Organe und Körperstrukturen besser sichtbar gemacht werden können.

 

Paraproteine
Paraproteine (M-Proteine) sind Antikörper oder Teile von Antikörpern, die von entarteten Plasmazellen produziert werden und für den Körper funktionslos sind. Paraproteine können im Blut und im Urin nachgewiesen werden und spielen bei der Diagnostik des Multiplen Myeloms eine wichtige Rolle.

 

Plasmazellen
Plasmazellen entstehen im Knochenmark aus einer bestimmten Art weißer Blutzellen, den sog. B-Lymphozyten. Plasmazellen sind ausgereifte B-Lymphozyten, deren Funktion es ist, Antikörper für die Immunabwehr zu produzieren.

 

Positronen-Emissions-Tomographie
Mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) können in der Krebsdiagnostik bestimmte Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar gemacht werden. Entzündliche Prozesse und eine Vielzahl von Tumoren weisen einen erhöhten Glukosestoffwechsel auf. Dies macht man sich in der nuklearmedizinischen Diagnostik zu Nutze. 18F-Fluordesoxyglukose (18F-FDG) ist eine schwach radioaktiv markierte Glukose, die wie „normaler“ Traubenzucker (Glukose) in Körperzellen aufgenommen wird. Zellen mit erhöhtem Glukosestoffwechsel, also beispielsweise Tumorzellen, nehmen vermehrte 18F-FDG auf. Mit einem Positronenemissionstomographen (PET) können der radioaktiv markierte Zucker und so der Glukosestoffwechsel im Körper sichtbar gemacht werden und Bereiche mit erhöhtem Glukosestoffwechsel identifiziert werden.