Aktuelle Forschung zum Multiplen Myelom

Weltweit arbeiten Wissenschaftler und Ärzte daran, weitere Erkenntnisse über das Multiple Myelom zu gewinnen und neue Behandlungsmöglichkeiten zu finden.

 

Es befinden sich heute zahlreiche Wirkstoffe für die Therapie des Multiplen Myeloms in der Entwicklung, deren Sicherheit und Wirksamkeit noch nicht in Gänze untersucht sind.

Neue Zielstrukturen und Medikamente in der Entwicklung

  • BCMA

    BCMA ist ein Signalrezeptor, der sich vorwiegend auf reifen B-Zellen befindet. Gegen diese Zielstruktur richten sich

    • Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (sog. ADC)
    • Bispezifische T-Zell-Antikörper (BiAB)
    • CAR T-Zelltherapien 10,29
  • BT062

    BT062 (Indatuximab-Ravtansine) ist ein monoklonaler Antikörper, der derzeit erforscht wird.11

  • CD19

    CD19 ist ein Rezeptor, der sich auf der Oberfläche von fast allen B-Immunzellen befindet und dessen Signale deren Wachstum, Entwicklung und Aktivität beeinflussen. Seine Eignung als Zielstruktur im Rahmen der CAR T-Zelltherapie sowie durch Bispezifische Antikörper wird derzeit untersucht.10,30,31

  • CD38

    CD38 ist ein Protein, das sich auf der Oberfläche von Immunzellen befindet und eine Rolle für das Anhaften und die Kommunikation dieser Zellen spielt. Die monoklonalen Antikörper SAR (Isatuximab) und MOR auf CD38 ab.10,11

  • IL-2/IL-2R

    Die Aktivierung des IL-2/IL-2R-Signalwegs kann zum Wachstum und zur Ausbreitung der gegen den Krebs kämpfenden T-Zellen beitragen.10

  • NY-ESO-1

    Die Zielstruktur von NY-ESO-1 ist ein Protein, das in der Regel nur vorgeburtlich produziert wird. Bei Krebserkrankungen wird es oft abnormal produziert.10,32

  • PD-1/PD-L1

    Die Blockierung dieses Signalwegs kann die gegen den Krebs gerichtete Immunantwort der T-Zellen wiederherstellen oder schützen. PD-1/PD-L1 wird als sog. Checkpoint-Hemmer erforscht.10,12

  • Toll-like receptors (TLRs)

    TLR sind Immunrezeptoren, die dazu beitragen können, impfstoffähnliche Reaktionen gegen Tumore zu stimulieren.10

  • WT1

    Das WT1 ist ein Protein, das bei Krebs (insbesondere dem Wilms-Tumor) in veränderter Form vorliegt und abnorm produziert wird. Es dient als Zielmolekül für den Impfstoff Galinpepimut-S (GPS).10,33