Multiples Myelom: Unterstützung und Ressourcen
Multiples Myelom: Unterstützung und Ressourcen

CORONAVIRUS: Wichtige Ratschläge für Krebspatienten

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) veröffentlicht in regelmäßigen Abständen praktische Hinweise für Krebspatienten im Kontext von COVID-19. Sie finden die Informationen unter diesem Link.34

Leben mit dem Multiplen Myelom

Die Diagnose eines Multiplen Myeloms bedeutet für Betroffene auch eine Umstellung in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Wenn Sie an einem Multiplen Myelom erkrankt sind, empfehlen wir Ihnen in Abstimmung mit den medizinischen Fachkreisen ab jetzt verstärkt auf einen gesunden Lebensstil zu achten: dies umfasst eine gesunde, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Verzicht auf Rauchen und Alkohol und genügend Achtsamkeit für Sie selbst.

 

Gerne empfiehlt Ihnen Ihr Arzt, was Sie zusätzlich zur medizinischen Behandlung tun können, damit es Ihnen besser geht.

 

Die folgenden Tipps und Hinweise möchten wir Ihnen mit auf Ihren Weg durch die Krankheit geben.33-36

 

Das Wichtigste ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt

Das offene Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt ist für beide Seiten sehr wichtig. Denn nur so kann der Arzt wissen, was Sie sich von Ihm wünschen und wieviel Mitsprache Sie bei Ihrer Behandlung und den Therapieentscheidungen nehmen möchten.35

 

Sie sind nicht allein

Der Erfahrungsaustausch mit anderen Patienten z.B. in einer Selbsthilfegruppe kann dabei helfen, dass Sie Ihre persönliche Situation besser bewältigen. Fragen Sie Ihr Behandlungsteam nach Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe. Auch im Internet gibt es zahlreiche Adressen. 

 

Scheuen Sie sich nicht, um Hilfe zu bitten

Ob Ihr Behandlungsteam, Familienangehörige, Freunde oder ein Seelsorger, es kann immer helfen, wenn Sie andere an Ihren Sorgen und Nöten teilhaben lassen. Vertraute Menschen können Sie in vielen Situationen unterstützen und sind sicher gerne für Sie da.

 

Eine ausgewogene Ernährung ist gut

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist für alle Menschen gut und ganz besonders wichtig bei einer Krebserkrankung. Ein guter Ernährungszustand kann Ihre Krankheit positiv beeinflussen. Dabei kann Ihnen eine Ernährungsberatung helfen und Ihnen Hilfestellungen geben, worauf Sie achten sollen. Fragen Sie dazu Ihren Arzt oder die Pflegekräfte. Auch bei den Krebsberatungsstellen der Länderkrebsgesellschaften gibt es Sprechstunden zum Thema Ernährung. Darüber hinaus finden Sie im Internet Adressen in Ihrer Nähe.36

 

Aktiv sein

Bewegung und spezielle, auf Krebspatienten ausgerichtete sportliche Programme können Ihnen auch während der Behandlung helfen, damit Sie sich besser fühlen. Nicht jede Sportart ist geeignet, daher besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit sportlichen Aktivitäten beginnen.37

 

Lebensrhythmus

Auch Pausen sind wichtig! Wir raten Ihnen, in sich hineinzuhören und trotz der Erkrankung Ihren persönlichen Lebensstil zu finden.

 

Es ist immer positiv, Spaß und Unterhaltung zu haben

Was auch immer Sie erfreut, ist gut:  zum Beispiel spazieren gehen, ins Kino gehen, Freunde treffen.

 

Entspannen

Wie entspannen Sie persönlich am Besten? Nehmen Sie sich dafür Zeit - zum Beispiel zum Lesen, Musik hören, im Garten arbeiten, oder was Ihnen besonders gut tut.

 

Eine psychoonkologische Therapie kann Ihnen bei der Bewältigung möglicher Ängste und Probleme eine Hilfe sein

In fast jeder Klinik oder Praxis gibt es psychoonkologische Beratungsangebote, die auch von den Kassen übernommen werden. Scheuen Sie sich nicht, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

Wiedereingliederung in den Alltag durch Rehabilitation

Ihre Krankenversicherungen oder Ihr Rentenversicherungsträger übernehmen in der Regel Maßnahmen der Rehabilitation, um Ihre Wiedereingliederung in das Alltagsleben zu unterstützen. Es ist sinnvoll, sich frühzeitig zu informieren, welche Rehabilitationsform für Sie in Frage kommt und welche Kosten übernommen werden. In vielen Kliniken und Praxen gibt es Sozialarbeiter, die Ihnen hier weiterhelfen können. Ansonsten sprechen Sie gerne Ihren Arzt an, wenn Sie Fragen zu Rehabilitationsmaßnahmen haben. Die Rehabilitation ist eine wichtige Komponente für Ihre Rückkehr in das Alltagleben. Eine Rehabilitation kann heute sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden.

Selbsthilfegruppen

In Selbsthilfegruppen finden Sie viele Menschen, mit denen sie sich austauschen können. Sie sind mit Ihrer Erkrankung nicht allein und auf sich selbst gestellt. Es gibt Selbsthilfegruppen speziell für Patienten mit Multiplem Myelom, in denen Sie sich regelmäßig treffen und über Ihre Erkrankung austauschen können.

 

https://www.myelom-deutschland.de/

Ein Wort an Menschen, die
sich um einen an Multiplem
Myelom erkrankten
Menschen kümmern

Sie kümmern sich um einen Menschen, der an einem Multiplen Myelom erkrankt ist. Die Betreuung eines Angehörigen oder eines nahestehenden Menschen mit einer Krebserkrankung kann eine körperliche, psychische und emotionale Belastung darstellen. Deshalb ist es wichtig, dass auch die in die private und häusliche Betreuung und Pflege eingebundenen Personen Zeit für sich selbst finden und darauf achten, dass sie sich nicht selbst zu viel über längere Zeit abverlangen.

Ratschläge für Menschen, die sich um Patienten mit Multiplem Myelom kümmern:38

Wenn es die Zeit erlaubt - Nehmen Sie sich auch einmal Zeit für sich selbst

Pflegen Sie Ihre Hobbys und planen Sie Zeit zum Entspannen ein.

 

Seien Sie nett zu sich

Sie können nicht immer alles machen. Es ist selbstverständlich, auch traurig zu sein, negative Gefühle zu haben oder sich angestrengt zu fühlen. Sprechen Sie mit Freunden und Familienangehörigen, denen Sie vertrauen, über Ihre Gefühle.

 

Achten Sie auf Ihre psychische Gesundheit

Sie sollten die Anzeichen von Stress kennen und frühzeitig darauf reagieren, indem Sie mit einer Fachperson sprechen, um einen sogenannten Burnout zu vermeiden.

 

Achten Sie auf Ihren Körper

Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, gute Ernährung, ausreichend Bewegung und Schlaf sind für Sie genauso wichtig wie für den kranken Menschen, um den Sie sich kümmern.